Achtsamkeit, (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 1

Sechstägiges Praxisretreat zum Anapanasati-Sutta – Achtsamkeit in Verbindung mit dem Atem und
heutige Formen der Achtsamkeitspraxis (MBI)
mit Acharya Lama Kelzang Wangdi, Angelika Wild-Regel und Lama Yesche U. Regel

Beginn: Dienstag, 23. Juni 2020 um 19.00 Uhr / Ende: Sonntag, 28. Juni 2020 um 14.00 Uhr

Die beiden Sechstage-Retreats bilden das Herzstück dieses Programms. In diesen Retreats werden im Rahmen eines intensiven Tagesplans Meditationsübungen im Achtsamkeitsstil (MBSR u.a.) und Meditationen nach traditionell buddhistischen Anleitungen angeboten.

Acharya Lama Kelzang Wangdi wird an den Vormittagen das Anapanasati-Sutta lehren, die Lehrrede des Buddha über die Atmungsachtsamkeit, und dazu Meditationsanleitungen geben. Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit beziehen sich auf die Körperwahrnehmung, die Gefühlstönungen, die Geisteszustände (Gedanken und Emotionen) und die Geistesobjekte (Objekte des Erkennens und der Einsicht).

Zudem wird auf zentrale Ansätze aus dem Mahayana-Buddhismus eingegangen:

Was bedeuten Mitgefühl und Bodhichitta (Erleuchtungsgeist) in Bezug auf die relative (bedingte) Ebene (also wie uns die Dinge erscheinen) und die absolute (letztendliche) Ebene (so wie die Dinge wirklich sind, leer von bestehender Eigennatur). Wie kann aus diesem Wissen, bzw. diesem Nicht-Wissen Weisheit entwickelt werden?

Angelika Wild-Regel und Yesche U. Regel werden nachmittags ergänzend dazu weitere Meditationen sowie Achtsamkeitsübungen aus dem MBSR anleiten und unterrichten, die mit dem Anapanasati-Sutta in Verbindung stehen. Die Praxis findet im Sitzen, Liegen, Gehen und Stehen sowie als achtsame Yoga-Reihe in Bewegung statt. Darüber hinaus halten sie Vorträge und leiten Gesprächsrunden an.

Achtsamkeit, (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 2

Wochenende zur Metta-Herzensgütepraxis – Das Metta-Sutta (Buddhas Lehrrede über die Herzensgüte) & die Selbst-Mitgefühlspraxis (MSC)
mit Hilde Steinhauser und Angelika Wild-Regel

Beginn: Freitag, 25. September 2020 um 19.00 Uhr / Ende: Sonntag, 27. September 2020 um 14.00 Uhr

An diesem Wochenende werden zwei erfahrene Lehrerinnen der Metta-Herzensgüte-Meditation und der Selbstmitgefühls-Praxis (MSC) gemeinsam die Bandbreite der traditionellen und aktuellen Praxis aufzeigen und anleiten.

Die Grundlage für die Praxis von Metta (Liebevolle Güte, Herzensgüte) ist das Metta Bhavana, eine traditionelle buddhistische Meditationsform, die geeignet ist eine positive emotionale Haltung und echtes Wohlwollen uns selbst und anderen gegenüber zu entwickeln. Das Wort Metta kommt aus der altindischen Pali-Schriftsprache und bedeutet eine freundliche, wohlwollende und bedingungslose Herzensgüte.

Metta Bhavana wird in fünf Abschnitten praktiziert:

  1. Eine Haltung von Freundlichkeit und Wohlwollen uns selbst gegenüber.
  2. Einen Menschen vor das innere Auge bringen, der uns nahe steht und mit dem wir gut befreundet sind, und zu diesem Menschen eine Einstellung von Freundlichkeit und Wohlwollen aufbauen.
  3. Diese Haltung auf Jemanden ausdehnen, zu dem wir keine starken Emotionen empfinden
  4. Diese Haltung auf Jemanden ausdehnen, mit dem wir Schwierigkeiten haben.
  5. Im letzten Abschnitt lassen wir unsere liebevolle Haltung frei ausströmen, zu allen Menschen und allen empfindenden Lebewesen.

Darüberhinaus beinhaltet die Übung der Metta-Bhavana Aspekte von tieferer Einsicht, die besagt, dass es uns nicht hilft, uns selbst und unsere eigenen Interessen über oder unter die Anderer zu stellen.

Die Übungselemente des MSC-Programm (Mindful Self-Compassion, Achtsames Selbstmitgefühl) werden vorgestellt.

Achtsamkeit, (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 3

Achtsamkeit im frühen Buddhismus & im Achtfachen Pfad des Buddha – Eine psychologische Herangehensweise
mit Akincano M. Weber und Lama Yesche U. Regel

Beginn: Donnerstag, 10. Dezember 2020 um 19.00 Uhr / Ende: Sonntag, 13. Dezember 2020 um 14.00 Uhr

In diesem dreitägigen Modul wird der ehem. langjährige Mönch der Theravada-Tradition und Dharma-Lehrer Akincano M. Weber, der in Europa und den USA in diversen Fortbildungsprogrammen unterrichtet und ein Sprecher der Bewegung Säkularer Buddhismus ist, u.a. diesen Fragen nachgehen:

Verständnis, Rolle und Funktion von Achtsamkeit aus der Sicht der Psychologie des frühen Buddhismus: Was sind ihre Grundlagen? Was braucht sie zur Entfaltung? Wer sind ihre verwandten Geistesfunktionen? Was dürfen wir uns von ihr versprechen? Was hilft ihr, was hindert sie?

Praktische Übungen, psychologische Hintergrundverständnisse und die anschaulichen Gleichnisse der alten Überlieferung bilden den Hintergrund für dieses Modul. Es findet seinen Abschluss mit einigen Betrachtungen zum Fluch und Segen der Berühmtheit dieser Achtsamkeit in jüngsten Tagen.

Das dreitägige Programm findet im Rahmen von geleiteten und stillen Meditationen sowie von Austauschrunden statt, und wird von Yesche U. Regel begleitet, der auch auf die Rolle der Achtsamkeit im Achtfachen Pfad des Buddha eingeht.

Achtsamkeit, (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 4

Mitgefühl für Andere in MBSR und MSC & Fragen der Ethik auf dem Bodhisattva-Pfad des Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus
mit Yeshe Brost und Lama Yesche U. Regel

Beginn: Donnerstag, 25. Februar 2021 um 19.00 Uhr / Ende: Sonntag, 28. Februar 2021 um 14.00 Uhr

In diesem Kurs zeigen die beiden Kursleiter*innen ihren Ansatz auf, wie aus den Lehren des Bodhisattva-Pfades eine zeitgemässe Mitgefühls-Praxis entwickelt werden kann. Die Sieben Punkte des Geistestrainings nach Atisha gelten im Tibetischen Mahayana (Großes Fahrzeug des Buddhismus) als ein besonders geeigneter Schlüssel zur Haltung des selbstlosen Mitgefühls und zur Arbeit mit dem eigenen Ego. Textquellen dazu werden auszugsweise referiert.

Jeder emotionale Stress wird bedingt durch emotionale Widerstände, die auf Selbstbezogenheit beruhen. Mitgefühl wird möglich durch eine Herzensöffnung, eine Weite des Geistes, die durch die Übung des Nicht-Anhaftens entsteht.

Es werden zudem die Begriffe des Offenen Gewahrseins und des Atemraums betrachtet. Darüber hinaus werden wir im Stil von Big Mind Meditation praktizieren und das den Geist nach innen wenden üben.

Des Weiteren wird es um Ethik gehen, sowohl in Bezug auf die Achtwochen-Programme der MBIs als auch auf die buddhistischen Bodhisattva-Fahrzeuge. Es wird dabei der Frage nachgegangen, welche Rolle die Inquiry-Praxis (das Erforschen in Kommunikation und Meditation) für ethisches Verhalten spielt.

Achtsamkeit, (Selbst-) Mitgefühl und ihre Wurzeln im Buddhismus, Modul 5

Sechstägiges Praxisretreat zu Achtsamkeit & der wahren Natur des Geistes – Der Mahamudra-Gesang am Ganges von Tilopa
mit Acharya Lama Kelzang Wangdi, Angelika Wild-Regel und Yesche U. Regel

Beginn: Dienstag, 04. Mai 2021 um 19.00 Uhr / Ende: Sonntag, 09. Mai 2021 um 14.00 Uhr

Das zweite sechstägige Abschluss-Retreat stellt den Höhepunkt dieses Programms dar. In ihm werden die Methoden und Lehren der ersten vier Module noch einmal wiederholt und dann vertieft praktiziert.

Lama Kelzang wird in seinen täglichen Vorträgen anhand des berühmten Textes Ganges Mahamudra von Tilopa die Sichtweise der Buddha-Natur und der Natur des Geistes darlegen. Diese kann zu der Überzeugung beitragen, dass die geistige Gesundheit, nach der wir suchen, bereits auf ganz natürliche Weise in uns angelegt ist.

Zudem wird noch einmal auf Bodhichitta und die Bodhisattva-Motivation eingegangen und die Frage, wie diese die Praxis der Achtsamkeit, auch Achtsamkeitslehrer*innen bereichern kann. Weitere Kursinhalte können sich aus den Erfahrungen der früheren Module ergeben.

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